Reisebericht
Marokko Kurztrip
- Reiseart:
- Rundreise
- Reiseland:
- Marokko
- Schiffsname:
- -
- Reisezeit:
- Januar 2010
- Aufrufe:
- 1453
- Bewertung:





- Verfasser:
- anita
- Bericht vom:
- 24.03.2010
- Favoriten:
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··· Reiseverlauf und Höhepunkte
Meine Marokkoreise startete am 30.01.2010 am Flughafen in Frankfurt. Nach einiger Verspätung und der Enteisung unseres Flugzeuges ließen wir das verschneite Deutschland hinter uns und flogen der Sonne entgegen. Wir flogen mit Royal Air Maroc, einer wie der Name schon sagt Marokkanischen Fluglinie. Alle Durchsagen wurden auf Französisch und Englisch gemacht, und der Service war auch in Ordnung. Das Essen war nicht in gut, ansonsten war alles ok. Nach 3,5 h Flugzeit landeten wir in Casablanca. Eine kurze Stadtrundfahrt und weiter zum Abendessen im berühmten Rick`s Cafe`. Später flogen wir weiter nach Quarzazate, wo wir in der Nacht landeten.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus quer durch die Wüste mit dem Ziel Erfoud. Nach einigen Stunden Busfahrt kamen wir an, kurz vor Sonnenuntergang. Uns bot sich ein wunderbarer Blick auf die Sahara und die untergehende Sonne.
Von Erfoud ging es am nächsten Tag weiter nach Tinerhir. In den beeindruckenden Todrha Canyons hatten wir Zeit um etwas spazieren zu gehen. In dem mitten im Canyon gelegenen Restaurant aßen wir zu Mittag und um uns diese unglaubliche Atmosphäre. Danach ging es weiter Richtung Quarzazate. Die Strecke begeistert mit verschiedenen Landschaftsformen: Oasen, Sanddünen, Kasbahs... Den Fotoapparat sollte man auf keinen Fall vergessen. Unterwegs trafen wir in dieser unendlichen Wüste auf Nomaden. Ein ziemlich seltenes Ereignis, wie uns unser Reiseleiter erklärte, Nomadenstämme meiden die Straßen, aber jetzt trafen wir sie und der Busfahrer hielt kurz für ein paar Fotos. Ein wirklich interessanter Augenblick.
Am 4. Tag unserer Marokkoreise hieß unser nächstes Ziel Marrakesch. Die Fahrt dahin war atemberaubend. Wir fuhren mit dem Bus durch den eindrucksvollen Tichka Pass. Enge Straßen, tief abfallende Schluchten und die wunderschöne Natur machen diese Fahrt zu einem ganz besonderem Erlebnis. Höhepunkt war dann der Minzetee auf 2260m Höhe. Der Fotoapparat hatte dank dieser atemberaubenden Natur viel zu tun. Nach einigen Stunden kamen wir dann in Marrakesch an. Am Abend erwartete uns ein Abendessen aus Tausend und einer Nacht. Im Borji Bladi isst man wie reiche Nomadenkönige damals. Ein riesiges Zelt mit Tüchern an den Wänden, Decken auf den Bänken und dem Boden. Alles Bunt und wie aus 1001 Nacht. Für die Touristen hat man auch für normale Sitzgelegenheiten gesorgt. Man isst hier nicht auf dem Boden sonder ganz normal am Tisch. Nach der Vorspeise kam einer der Hauptgänge, Lamm nur im Feuer gebraten ohne Soße und Gewürze direkt aus dem Feuer auf dem Tisch. Unser Reiseleiter sagte uns wir sollen mit Fingern essen. Nach anfänglichem zurückhalten, weil ja ungewohnt versuchten wir es. Jeder neue Gang wurde mit einer Musik- Tanzgruppe unterlegt. Nach dem wunderbarem Abendessen wurde dann das sogenannte Fantasia vor dem Zelt aufgeführt. Mehrere Männer auf Pferden reiten den Platz entlang und schießen zeitgleich mit ihren Gewehren. Kamelreiten wird angeboten und natürlich Musik und Tanz. Alles in allem war dies ein wunderschöner Abend der uns erst wirklich bewusst machte dass wir einer völlig anderen Kultur sind. Auf jedenfall weiter zu empfehlen!
Marrakesch ist eine der Königsstädte. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen dieser wunderschönen Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihren Souks und ihren faszinierenden Plätzen. Unser Bus hielt direkt am Eingang des Djemaa el Fna (Platz der Geköpften) die Hauptattraktion in Marrakesch. Ich wusste noch nicht so ganz was mich erwartet, man hat ja viel gehört, von Schlangen Affen und Geschichtenerzählern aber dass hat alles übertroffen. Es ist, als würde man sich in eine schon längst vergangene Zeit begeben. Menschen sitzen auf dem Boden und hören einem Mann in traditioneller Kleidung beim Geschichtenerzählen zu. Ein Paar Schritte weiter, vorbei an musizierenden Männern lief ich direkt auf einen Teppich zu auf dem 4 Männer saßen, als ich bemerkte dass es sich hier um Schlangenbeschwörer handelt war es auch schon zu spät, sie haben mich entdeckt und wollten mir den Gefallen tun mir eine ihrer Schlangen um den Hals zu hängen (natürlich gegen Geld versteht sich) ich verneinte und machte mich schnell davon, den Schock noch in den Beinen. Auf dem ganzen Platz duftet es nach Gewürzen und gebratenem Essen. Ein Paar Meter weiter zu Fuß und man steht direkt im Souk, aneinander gereihte kleine Geschäfte mit Taschen, Stoffen, Souvenirs aller Art findet man hier. Auch Lebensmittel werden hier verkauft. Die Gasse ist ziemlich eng und immer wieder kommen Mofas, Eselkarren und Fahrräder durch. Es herrscht sehr reges Treiben, jeder handelt den besten Preis für seine Ware aus. Ein Labyrinth aus kleinen Gassen mit Wellblechen die als Dach dienten. Nach einigen doch sehr lauten und anstrengenden Stunden fuhren wir wieder zurück ins Hotel wo wir uns für unser Arabisches Galadinner fertigmachten. Das Restaurant für dieses Dinner befindet sich inmitten von Marrakesch. Inmitten von diesen kleinen Gässchen, die alles andere als nach Galadinner aussehen, taucht diesen wunderbare Restaurant auf. Man geht in einen wunderschönen Innenhof mit Sitzgelegenheit für den Sommer weiter in den Restaurantbereich. Unser Tisch war wunderschön mit Rosenblüten und weißem Porzellan gedeckt. Wie immer in Marokko war auch dieses Essen wieder überaus köstlich! Eine kleine „Band“ unterhielt uns während des Essens mit Arabischer Musik. Das Restaurant war nicht allzu voll, vielleicht 3 oder 4 Tische besetzt. Die Stimmung war wunderbar, nach dem Essen tanzte eine dieser Arabischen Familien zur Musik und stecken mit Ihrer Stimmung uns alle mit an. Ein überaus gelungener Abend.
Am Tag 6 ging es dann weiter nach Casablanca. Als Einstimmung auf die berühmte Stadt sahen wir den bekannten Film Casablanca während der Busfahrt. Casablanca ist ganz anders als Marrakesch. Hochhäuser, Boutiken, Verkehrschaos abgesehen von den Kennzeichen oder der Französischen Sprache kaum anders als eine unserer Großstädte. Ich war mehr oder weniger enttäuscht. Das einzige was ich an dieser Stadt atemberaubend finde ist die große Moschee Hassan II. Die auf dem Atlantik gebaute riesige Moschee ist einige Fotos wert. Vor der Moschee befindet sich der riesige Vorplatz an dem sich auch abends die Menschen gerne treffen oder sie suchen sich ein Plätzchen in der Nähe des Meeres und verweilen dort einige Zeit. Casablanca hat mitunter einer der größten Häfen Afrikas.
Schon früh am nächsten morgen verließen wir Marokko mit Ziel Frankfurt am Main.
Mein Fazit: Marokko ist ein wunderschönes Land, dass es allein durch seine Kultur, die überaus netten Menschen uns seine Landschaft wirklich wert ist gesehen zu werden!

··· Reisebilder

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